In gewisser Hinsicht ahmt eine Statue eines Menschen nach und ersetzt ihn, aber nicht darin ist sie ein ästhetisches Werk; sie ist es weil sie sich in die Architektur einer Stadt einfügt, weil sie den höchsten Punkt eines Kaps markiert, eine Befestigungsmauer abschließt, die Spitze eines Turms überragt. Die ästhetische Wahrnehmung der Welt hat ein Gespür für eine bestimmte Anzahl an Forderungen: Leerstellen fordern ihre Auffüllung, Felsen müssen einen Turm tragen. Es gibt in der Welt eine gewisse Anzahl ausgezeichneter Orte, außergewöhnliche Punkte, welche die ästhetische Schöpfung anziehen und stimulieren

Gilbert Simondon, Die Existenzweise technischer Objekte (2012: 171)